03. Mai 2016 
proust WÖRTER + TÖNE
Akazienallee / Am Handelshof 1 (im Allianzhaus) | Essen
20 Uhr

Präsentation der 2016 erschienenen Porträt-CD von Juan Allende-Blin mit E-MEX

»Juan Allende-Blin und das Ensemble«

Begrüßung: Christian Esch, Direktor des NRW-Kultursekretariats

Gespräch mit:
Juan Allende-Blin
Evelin Degen, Flöte, E-MEX-Ensemble
Matthias Geuting, Orgel
Thomas Günther, Klavier
Ingo Schmidt-Lucas, der Label Manager von Cybele Records
Mirjam Wiesemann, künstlerische Leiterin der Doku-Hörbuchedition „Künstler im Gespräch“


 

 

Edition Künstler im Gespräch Vol. 7 – Poesie trifft reine Musik: Viele Dichter kamen zu uns nach Hause… Allein die Präsenz eines Dichters zu Hause, der eine gewisse Ausstrahlung hatte, war schon ein Motiv, sich für sein Werk zu interessieren, erzählt Juan Allende-Blin in seinem Gespräch mit Mirjam Wiesemann. Dazu gesellen sich ausschließlich Weltersteinspielungen seiner Kompositionen auf dieser insgesamt 183 Minuten umfassenden Edition – Ein mehrdimensionales Portrait über einen außergewöhnlichen Künstler!

SACD1 dieser dreiteiligen Edition, interpretiert von Silvia Weiss(Sopran) und dem E-MEX-Ensemble, enthält zwei instrumentale und zwei gesungene Werke. Die Dichter scheinen konträre Welten zu repräsentieren: der deutsche Friedrich Hölderlin und der in Montevideo geborene Franzose Jules Supervielle. Die Poesie, die sie schu fen, ist mehrschichtig und lädt ein zu fernen Assoziationen. Bei Hölderlin sind es zersplitterte Fragmente. Bei Supervielle sind es Träume, die im Tod münden. Distances von 1961 ist die Musik für eine Choreographie von Jean Cébron. Es geht um die Beziehung zwischen dem Raum der Instrumente zum getanzten, dreidimensionalen Raum der Bühne. Das Quartett für Flöte, Klarinette, Posaune und Klavier aus dem Jahr 2007 ist reine Musik. Im Quartett hört man den imaginären Klangraum der vier Instrumente, deren Tonhöhen, Klangfarben, Lautstärken, Tondauern und Resonanzen sowie die formbildenden Pausen.

Auf SACD2 spricht Juan Allende-Blin mit Mirjam Wiesemann über über seine bewegte Kinder- und Jugendzeit in seiner Heimat Santiago de Chile, umgeben von Dichtern, Musikern und Malern, über den Einfluss seiner Eltern und seines Onkels, den Einfluss der Architektur und Mathematik auf seine Musik, über seine Entscheidung, nach Deutschland zu gehen, die Wiederentdeckung von Exilmusik, die Begegnung mit Gerd Zacher und die gemeinsame Arbeit, über die Darmstädter Ferienkurse und seine Arbeitsweise, über Leben, Tod und den tiefen Sinn seiner Arbeit.

Gerd Zacher spricht auf SACD3 mit Mirjam Wiesemannn über seine erste Begegnung mit Juan Allende-Blin, seine Zeit mit ihm in Santiago de Chile, über seinen Großvater, der Lehrer und Organist war, über seinen Heimatbegriff, die neue Freiheit nach dem Krieg, die Spießbürger und die Musik, seine Konzertreihe in Hamburg, über Allende-Blins Radiophone Klangkollagen und dessen besondere Beziehung zur Orgel und zum Wind.Matthias Geuting liest auf SACD3 Über das Unsägliche in der Musik von Juan Allende-Blin von Gerd Zacher.

Eintritt: € 8,- / erm. 6,-