Mittwoch, 16. Mai 2018, 20 Uhr

Ursulinenkirche St. Corpus Christi
Machabäerstraße 45, Köln

 

Für den Komponisten Mauricio Kagel war Johann Sebastian Bach eine Art »symbolischer Urvater«. Nicht nur für ihn: Tatsächlich dient Bach bis heute Kunstschaffenden aller ästhetischen Lager und Strömungen als Maßstab. Wie haben Komponisten in den letzten Jahren und Jahrzehnten in ihrer Arbeit auf Bach reagiert? Das Konzert trägt einige repräsentative Beispiele von Mauricio Kagel, Salvatore Sciarrino, Rolf Riehm und Gerd Zacher zusammen. Zwei Uraufführungen komplettieren das Programm: Henrietta Horn, Choreografin aus Essen, steuert die tänzerische Umsetzung einer Bachschen Fuge bei; der Kölner Thomas Taxus Beck ist mit einer neuen Ensemblekomposition vertreten.

Programm:

Salvatore Sciarrino (1947)
Toccata d-Moll von Johann Sebastian Bach (1993) für Flöte solo

Mauricio Kagel (1931–2008)
Recitativarie (1972) für einen singenden Cembalisten

Gerd Zacher (1929–2014)
Zwei Kanons über das königliche Thema aus dem »Musikalischen Opfer« von Johann Sebastian Bach (1999) für Flöte, zwei Violinen, Violoncello und Cembalo

  1. »Mit den wachsenden Notenwerten wachse das Glück des Königs«
  2. »Mit der steigenden Modulation steige der Ruhm des Königs«

Rolf Riehm (1937)
»Adieu, Marie, mon amour« nach Klavierstücken von Johann Sebastian Bach (2002) für Viola und Akkordeon

  1. nach der Courante aus der Partita c-Moll für Klavier
  2. nach dem Präludium c-Moll, Wohltemperiertes Klavier II
  3. nach dem Präludium c-Moll, Wohltemperiertes Klavier I

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Contrapunctus I (aus der »Kunst der Fuge«)
Henrietta Horn: Choreographie / Uraufführung

Thomas Taxus Beck (1962)
den Bach runter. Postludium in Ex d-Moll(2018) für Flöte, Violine, Violoncello und Orgel / Uraufführung

 

E-MEX
Henrietta Horn, Tanz (a.G.)
Evelin Degen, Flöte
Kalina Kolarova, Violine
Anna Neubert, Violine
Konrad von Coelln, Viola
Burkart Zeller, Violoncello
Petteri Waris, Akkordeon
Matthias Geuting, Cembalo/Orgel

 

Mit freundlicher Unterstützung der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Das Konzert wird gefördert durch das Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und durch E-MEX e.V.
E-MEX wird gefördert von der Stadt Essen