BACH AKTUELL


30. Juni 2017, 18.00 UHR

Museum Goch | Kastellstr. 9 | Goch


Das Museum Goch lädt ein zu einer Konzertreihe mit E-MEX. Zum Auftakt: »Bach aktuell«, ein ca. einstündiges, von den Musikern moderiertes Programm, das Johann Sebastian Bach, einen Giganten der Musikgeschichte, in Bezug setzt zur Musik der Gegenwart.
Für den Komponisten Mauricio Kagel war Bach eine Art »symbolischer Urvater«. Nicht nur für ihn: Tatsächlich dient Bach bis heute Kunstschaffenden aller ästhetischen Lager und Strömungen als Maßstab. Die unerschöpfliche Vielfalt seiner Musik hat Komponisten zu jeder Zeit zu Anverwandlungen bewogen. Wie haben Komponisten in den letzten Jahren und Jahrzehnten in ihrer Arbeit mehr oder weniger explizit auf Bach reagiert? Unser Konzert trägt einige repräsentative Beispiele zusammen. Selten zu hörende Klaviermusik von Felix Mendelssohn Bartholdy, einem der großen Bach-Kenner des 19. Jahrhunderts, ergänzt das Programm.


Programm

Johann Sebastian Bach (1685–1750) Präludium und Fuge h-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier Band 1

Toshio Hosokawa (1955) »O Mensch, bewein dein Sünde groß« (2005) für Viola und Klavier

Mauricio Kagel (1931–2008) Rezitativarie (1972) für einen singenden Cembalisten

Gerd Zacher (1929–2014) Zwei Kanons über das königliche Thema aus dem Musikalischen Opfer von Johann Sebastian Bach (1999) für Flöte, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Cembalo

Salvatore Sciarrino (*1947) Toccata d-Moll von Johann Sebastian Bach (1993) für Flöte solo

Rolf Riehm (*1937) Adieu, Marie, mon amour nach Klavierstücken von Johann Sebastian Bach (2002) für Viola und Akkordeon
1. nach der Courante aus der Partita c-moll für Clavier BWV 826
2. nach dem Präludium c-moll, Wohltemperiertes Klavier, Teil II, BWV 871
3. nach dem Präludium c-moll, Wohltemperiertes Klavier, Teil I, BWV 847

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) Präludium und Fuge e-Moll op. 35 Nr. 1 für Klavier

E-MEX:

Evelin Degen, Flöte
Kalina Kolarova, Violine
Anna Neubert, Violine
Konrad von Coelln, Viola
Petteri Waris, Akkordeon
Matthias Geuting, Cembalo
Martin von der Heydt, Klavier

Wahrscheinlich ist das Geheimnis der fortwährenden Aktualität Bachs in der frappierenden Zeitlosigkeit seiner Musik zu suchen. Würde man lediglich von »Modernität« sprechen, liefe man Gefahr, den ästhetischen Blickwinkel etwas einzuengen. […] Es ist daher selbstverständlich, wenn jede neue Generation von Komponisten, Interpreten, Gelehrten und Zuhörern immer wieder ungeahnte Aspekte entdecken und dabei mit einer außerordentlichen Synthese konfrontiert werden, wo Virtuosität des Handwerks und eine nie nachlassende musikalische Emotion sich unvergleichlich paaren. *
Mauricio Kagel

Das Konzert wird gefördert von:
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Museum Goch, Kulturbüro der Stadt Essen und E-MEX e.V.

 

* Aus: Andreas Krause, Eine Bach-Umfrage 1905/2005, in: Johann Sebastian Bach und die Gegenwart. Beiträge zur Bach-Rezeption 1945–2005, hrsg. von Michael Heinemann und Hans-Joachim Hinrichsen, Köln 2007, S. 405–475, hier S. 447.

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